Am 4. 12. 2020 laden wir Künstler*innen dazu ein, teil eines audiovisuelles Orchesters auf Zeit zu werden. Musikinstrumente und Bildapparate werden elektromechanisch modifiziert, so dass Ihr in Videokonferenzen mit Sprach-, Text- und Videobildübertragung Einfluss auf die Motoren, Sensoren und Klang-Bildapparaturen nehmt und Teil von einem spielerischen Experiment sein. Werdet zu aktiv Mitgestaltenden einer sich ständig weiterentwickelnden audiovisuellen Komposition.

In diesem Jahr lautet die Devise „Digital ist besserer“ denn es werden diesmal keine (!) Besucher*innen vor Ort sein. Stattdessen seid ihr eingeladen und aufgefordert Roboter-Avatare von zu Hause aus durch die Räume zu steuern. Chaotische Robo-Claqueure anzetteln, digitale und mechanische Ersatzwärme erleben, Blechschaden und Error-Meldungen inklusive.

Roboter, Web-Interfaces und Videokonferenzen werden mit unterschiedlichen Sensoren, Kameras und Technologien ausgestattet, die durch die eingehenden Signale der Teilnehmenden (Publikum) gesteuert werden, z.B. soll eine Handbewegung in die Fahrtrichtung eines Roboters übersetzt werden, ein getipptes Wort auf eine Notation übertragen werden, die vor Ort von einer Musiker*in interpretiert wird, Online-Votings entscheiden über die Position von selbstfahrenden Webkameras.

Freitag 4.12.2020
20:00 Uhr auf www.shinytoys.eu

About:
In Zeiten von Corona verliert Vieles, was heute Bestand hat, bereits morgen seine Gültigkeit. Die Planung einer Veranstaltung in Zeiten einer Pandemie fordert uns ohne Zweifel heraus wie nie zuvor. Unser Vorhaben, eine Veranstaltung zu schaffen, die sicher und dennoch ein Erlebnis ist, ist anspruchsvoll. Warum also das Ganze? Weil es nicht nur um das SHINY TOYS selbst geht – sondern um eine existentielle Frage für Künstler*innen und Spielstätten. Wir wollen herausfinden, ob und in welcher Form experimentelle Medienkunstveranstaltungen in den kommenden Monaten umgesetzt und gestaltet werden können. Für das Festival im Jahr 2021 haben wir das Konzept angepasst und planen unter dem Arbeitstitel „Digital ist besser“ eine interaktive Installation für Videokonferenzen, die mit Hilfe von Robotern, Künstler*innen, Kameras und Mikrofonen eine ständig variierende, audiovisuelle Komposition ins Internet überträgt. Dazu laden wir Künstler*innen ein, die ihre Musikinstrumente und Bildapparate elektromechanisch zu modifizieren, so dass die Gäste der Videokonferenz mit ihrer Sprach-, Text- und Videobildübertragung Einfluss auf die Motoren, Sensoren und Klang-Bildapparaturen nehmen und Teil von einem spielerischen Experiment werden. Roboter werden mit unterschiedlichen Sensoren, Kameras und Technologien ausgestattet, die durch die eingehenden Signale der Teilnehmenden (Publikum) gesteuert werden, z.B. soll eine Handbewegung in die Fahrtrichtung eines Roboters übersetzt werden, ein getipptes Wort auf eine Notation übertragen werden, die vor Ort von einer Musiker*in interpretiert wird, Online-Votings entscheiden über die Position von selbstfahrenden Webkameras.. Die Konferenzteilnehmer*innen werden zu aktiv Mitgestaltenden eines sich ständig weiterentwickelnden audiovisuellen Komposition. Ein kollektives Experiment an einer Schnittstelle zwischen digital, virtueller und physisch, analoger Welt. Mit dem Vorhaben untersuchen wir Mensch-Maschine Interaktionen, um neue Wege Distanzüberbrückender Kulturhappenings in pandemischen Zeiten zu erschaffen.